Jesus sprach: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du.

Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! Johannes 20,29

Steinfigur Mit  Zweifeln Im Blick
Zweifel im Blick und Vertrauen auf Gott (c) Ulrich Eggert

Das ist so eine Sache mit diesem Jünger, dessen Name ich auch trage. Viele andere Menschen auch. Den Beinamen Zweifler gab man ihm. Klingt nicht sehr mitfühlsam. Aber von Anfang an: Jesus ist auferstanden. Die Jünger, als seine Anhänger, leben in Angst vor Verfolgung. Sie schließen sich ein. Verrammeln Tor und Tür. Jesus, der den Tod überwunden hat, überwindet auch solche irdischen Grenzen. Er kommt zu seinen Jüngern, zeigt sich Ihnen. Bei der ersten Begegnung mit Jeus fehlt Thomas. Als ihm die Jünger davon erzählen, zweifelt er. Das kann nicht sein sagt er und: ich will erst meine Hand in seine Wunden legen. Dann kann ich glauben. Jesus kommt ein zweites Mal zu seinen Jüngern. Thomas ist in der Runde und Jesus konfrontiert Thomas mit seinem Zweifel. Jetzt kann Thomas glauben, er sieht Jesus, er kann ihn be – greifen. Ich habe nicht nur den Namen mit Thomas gemeinsam, sondern auch meine Zweifel. In Situationen meines Lebens, in denen es mir sprichwörtlich „den Teppich unter den Füßen wegzieht“, fühle ich mich allein, es fehlt der Draht zu meinem Herrn. Ich habe keine Lösung für die schwere Situation und meine, sie selbst bewältigen zu müssen. Ich vergesse meinen Herrn, der mir zugesagt hat: Ich bin mit Dir, hab Vertrauen. Und dann hilft mir eine Wanderung durch Gottes Schöpfung, in der Er mir entgegenkommt. Die schöne, wunderbare Welt, auf der wir leben dürfen, bringt mich Ihm wieder nahe. Oder auch ein Lied zum Beispiel von Paul Gehardt: „Befiehl Du Deine Wege und was Dein Herze kränkt“. Das lässt mich wieder hoffen und glauben: Gott ist mir nah. Ich kann mich ihm anvertrauen. Und dafür danke ich meinem Gott! Thomas Emmrich

alle News