Kirchenmusikfreunde in der Lößnitz e.V.

Mathias Gasch - Schatzmeister, Ulrike B. Proschmann - ständige Vertreterin von Reichenberg, Stephan Pätzold -Vorsitzender, Janina Spanier - Schriftführerin, Michael Kahle - ständiger Vertreter von Moritzburg, Michael Schleinitz - ständiger Beisitzer, Hans Stege - Stellv. Vorsitzender (v.l.n.r.)

Liebe Kirchenmusikfreunde,

der Förderverein Kirchenmusikfreunde in der Lößnitz e. V. setzt sich für die reiche Kirchenmusiktradition unseres Kirchspiels ein – von Kantaten und Oratorien über Posaunenchöre bis zu unseren Kurrenden, in denen schon die Jüngsten musikalisch gefördert werden. Wir wenden uns an alle, die diese Musik lieben und tragen: an Eltern unserer singenden und musizierenden Kinder, an die vielen aktiven Sängerinnen und Sänger sowie an die Instrumentalistinnen und Instrumentalisten unseres Kirchspiels – und nicht zuletzt an unser treues Publikum, das unsere Kirchen bei Konzerten und Vespern füllt.

Mit zusätzlichen Begegnungsangeboten und eigenen Projekten möchten wir diese Tradition fördern und lebendig erhalten. Sie sind herzlich zur Mitwirkung eingeladen.

Stephan Pätzold und Hans Stege

Konzertfahrt des Fördervereins am 13. September 2026 nach Schwarzenberg/Erzgeb.

Unser Verein hatte zum großen Abschlusskonzert des Musikfestes Erzgebirge in die allein schon wegen ihrer Größe beeindruckende barocke St.-Georgen-Kirche nach Schwarzenberg eingeladen. Und so erwartete die 50 Teilnehmer ein Programm der Superlative: Das große Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy mit dem Dresdner Kammerchor, namhaften Solisten und der Capella Cracoviensis unter der Leitung des Festivalintendanten Prof. Hans-Christoph Rademann. Viele von uns kannten dieses gewaltige Chorwerk, denn sie hatten es erst wenige Jahre zuvor mit der Radebeuler Kantorei in der Lutherkirche selbst aufgeführt. Die Ouvertüre überraschte zunächst, denn sie klang akustisch sehr trocken. Lag es nun an der Raumakustik oder waren es die zurückhaltenden historischen Instrumente? Glücklicherweise sollte sich das aber alsbald ändern. Mit dem Einsetzen des ersten Chorus „Hilf, Herr!“ ging nun akustisch die Sonne auf. Die frischen und strahlenden Stimmen des Dresdner Kammerchors haben danach den Klang des Abends bestimmt. Durch die Höhen und Tiefen der dramatischen Szenerie dieses Oratoriums nahmen sie das Publikum mit, sodass man die Zeit vergessen hat. Bei dem bestens bekannten Doppelquartett „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ und den weiteren Quartetten „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ und zum Schluss „Wohlan, alle die ihr durstig seid“, zeigte der Chor auch, welch hohe solistische Qualität er in den einzelnen Stimmen zur Verfügung hat. Ja, dieser Chor gehört zu den Spitzenchören in Deutschland und darüber hinaus. Die Gründung und Entwicklung dieses Ensembles ist engstens verbunden mit Hans-Christoph Rademann. Seit 2013 ist er nun auch Leiter der renommierten Internationalen Bachakademie Stuttgart und der berühmten Gächinger Kantorei. Er leitete den NDR Chor und den RIAS Kammerchor und ist seit Jahren ein international begehrter und mit Preisen vielfach ausgezeichneter Chorleiter. Dennoch ist er seiner Heimat Schwarzenberg, dem Erzgebirge und seinen langjährigen Wirkungsstätten in Dresden und Radebeul weiter treu verbunden. Das Publikum in der ausverkauften St.-Georgen-Kirche dankte ihm und allen Künstlern begeistert. Standing Ovations und Bravos waren der verdiente Applaus für diese Sternstunde des sächsischen Chorgesangs. Es ist ein großes Glück für unseren Förderverein und für die Kirchenmusik in unserer Region insgesamt, dass wir mit Hans-Christoph Rademann eine solche Stütze haben. Und so haben wir diese unvergessliche Konzertfahrt schließlich drei Mitgliedern unseres Vereins zu danken: Stephan Pätzold, Hans-Christoph Rademann und Michael Schleinitz. Da kann ich nur sagen: „Auf bald, bis zum nächsten Mal!“

Hans Stege

Mitgliederversammlung am 16. Mai 2026 im Luthersaal in Radebeul-Altkötzschenbroda

Auf den Tag genau vor zwei Jahren fand im Luthersaal der Friedenskirchgemeinde Radebeul die Gründungsversammlung unseres Fördervereins „Kirchenmusikfreunde in der Lößnitz e.V.“ statt. Damals waren wir 57 Gründungsmitglieder. Inzwischen sind wir 141 Vereinsmitglieder. Am Sonnabendvormittag, dem 16. Mai 2026 fand die jährliche Mitgliederversammlung ebenfalls im Luthersaal statt.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hans Stege berichtete in seinem Tätigkeitsbericht über die Aktivitäten und Förderprojekte des Vereins im vergangenen Jahr 2025.

Tätigkeitsbericht 2025

Der Schatzmeister Mathias Gasch legte seinen Finanzbericht für das Geschäftsjahr 2025 vor. Die ordnungsgemäße Buchführung wurde vorher von den beiden Kassenprüfern bescheinigt.

Kassenbericht 2025

Der Vorstand wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig für das Jahr 2025 entlastet.

Der Vorstand stellte anschließend der Mitgliederversammlung die künftigen Förderprojekte vor. Unser großes Projekt wird die Aufführung der „h-Moll-Messe“ von Johann Sebastian Bach am Sonntag, dem 1. November 2026 ab 16 Uhr in der Friedenskirche in Altkötzschenbroda. Nach sieben (!) Jahren wird das die erste oratorische Aufführung, die wieder in der Friedenskirche stattfindet. Unter Leitung unseres ehemaligen Radebeuler Kantors KMD i.R. Gottfried Trepte singt der Kammerchor „ad libitum Dresden“, verstärkt durch Freunde und Gäste, darunter Mitglieder des Kammerchores Radebeul. Die Organisation und die anteilige Finanzierung übernimmt unser Förderverein.

Nach der guten Publikumsresonanz auf „Bachs Weihnachtsoratorium für Kinder“ von Michael Gusenbauer am 3. Advent 2025 möchten wir uns auch in diesem Jahr erneut an der Finanzierung beteiligen. Wieder am 3. Adventssonntag, dem 13. Dezember 2026 ab 14 Uhr findet das Gesprächskonzert in der Lutherkirche Radebeul statt.

Präsentation Mitgliederversammlung

Musikalisch umrahmt wurde die Mitgliederversammlung von unserem Vorstandsvorsitzenden Stephan Pätzold mit dem Präludium, der Sarabande und der Gigue aus der Suite Nr. 1 in G-Dur für Cello solo (für Viola übertragen) von J. S. Bach.

Mathias Gasch
Schatzmeister

Cappella Musica Dresden begeisterte im Benefizkonzert

Wieder haben sie es geschafft, die wunderbaren Musiker unserer Sächsischen Staatskapelle. Der Gemeindesaal der Lutherkirche war am ersten Sonntag nach Ostern bei ihrem zweiten Benefizkonzert an gleicher Stelle erneut bis auf den letzten Platz gefüllt. Die „Musik aus dem alten Wien“ versprach eine beschwingte Stunde mit vertrauten Klängen. Walzer- und Polka-Raritäten von Schubert, Mozart und Johann Strauss, extra für Streicher arrangiert - da konnte nichts schief gehen an diesem bewölkten und verregneten Aprilnachmittag. Und so begrüßten 130 Zuhörer die Solisten der Cappella Musica Dresden
Susanne Branny (1. Violine)
Mechthild von Ryssel (2. Violine)
Stephan Pätzold (Viola)
Simon Kalbhenn (Violoncello) und
Helmut Branny (Kontrabass)
mit erwartungsvollem Applaus. Und sie wurden nicht enttäuscht. Was sie in der folgenden Stunde erlebten, war Kammermusik vom Feinsten. Jemand sprach es aus: „Die Leute von der Kapelle können alles spielen und es wird immer wieder zu Gold“.
Wo kann man den Walzerkönig Johann Strauss besser hören als hier? Das wusste auch die Deutsche Johann Strauss Gesellschaft und lud im vergangenen Jahr dieses vortreffliche Streicherensemble zu ihrer Festveranstaltung anlässlich des Strauss-Jubiläums ein.
An diesem Nachmittag erklangen nun neben Johann Strauss auch die großen Wiener Mozart und Schubert. Und wer bei dieser Ankündigung einen musikalischen Sprung erwartete, durfte sich dennoch auf eine heitere Stunde wie aus einem Guss freuen. Hohe Musikalität und virtuoses Können leuchteten am Schluss noch einmal hell auf, als der Czárdás aus der komischen Oper „Ritter Pásmán“ erklang. Mit Bravo und lang anhaltendem Applaus dankte das Publikum für diese wunderbare Stunde. Mit einem Büfett und Sektempfang klang der Nachmittag aus.
Zu Beginn des Konzerts dankte der Vorsitzende des Fördervereins „Kirchenmusikfreunde in der Lößnitz e.V.“ seinen Künstlerkollegen herzlich für ihr freundliches Engagement. Mit dem Spendenerlös des Konzerts in Höhe von 1.441 € wird die Kirchenmusik in Radebeul, Reichenberg und Moritzburg gefördert. Den Künstlern und allen Gebern sei herzlich gedankt.
Hans Stege und Mathias Gasch

Weihnachtsoratorium für Kinder 2025 in der Lutherkirche ein besonderes Weihnachtsgeschenk für Familien

Am Jahresbeginn 2025 war es nur eine abstrakte Idee des Fördervereins. KMD Peter Kubath wusste aber von einem Manuskript, das Michael Gusenbauer als eine verkürzte Fassung der Kantaten 1 bis 3 und Gesprächskonzert für Kinder eingerichtet hatte. Er nahm deshalb dieses Angebot spontan an und plante es für die Radebeuler Kantorei. Die Evangelische Schule in Radebeul war schnell als Partner gewonnen. Die Kosten der Veranstaltung haben die Kirchenmusikfreunde in der Lößnitz übernommen - als ein Geschenk für die Kinder und ihre Familien, also freier Eintritt für alle.

So weit, so gut. Aber es blieben genügend bange Fragen: Werden wir unser junges Publikum tatsächlich mit der Musik erreichen? Werden sie Freude haben und so lange aushalten mit einer Musik, die man nicht jeden Tag hört? Werden Eltern denn auch die Zeit finden in der allgemein gestressten Adventszeit?

Unter den Mitwirkenden war also die Spannung am 3. Adventssonntag groß. Umso größer dann um 14 Uhr die Überraschung. Die Lutherkirche war voll, fast so, wie in der Christvesper, mit erwartungsfrohen Kindern, Großeltern und Eltern, bis hinauf zur Empore.

Das hat alle Beteiligten sofort enorm motiviert, allen voran den wunderbaren Evangelisten und Moderator Alexander Schafft. Er gewann schnell die Herzen der Kinder. Er sprach sie persönlich an und spielte Szenen aus der Weihnachtsgeschichte mit ihnen im Wechsel mit der Musik. Dabei erzeugte seine feinsinnige und lockere Improvisation der Textvorlage alsbald eine gelöste Stimmung und Atmosphäre in der Kirche. Die Neugier auf den Verlauf der Weihnachtsgeschichte, die da erzählt und gesungen wurde, wuchs zunehmend. Und die großen Kinderaugen zeigten es allen.

Von dieser Motivation profitierten an diesem Nachmittag alle: die Bach‘sche Musik, die gut aufgestellte Radebeuler Kantorei und nicht zuletzt die vortrefflichen Radebeuler Musiker unter der Leitung des Coswiger Kantors Friedrich Sacher. Sie durften darüber hinaus auch noch zur großen Freude der Kinder ihre Instrumente vorstellen. Das gibt es so schnell nicht wieder. Vielleicht erst bei einem neuerlichen Gesprächskonzert für Kinder. Schön wär’s.

Noch klingt die heitere Stimmung dieses denkwürdigen Adventsnachmittags nach. Alle gingen erst auseinander, nachdem gemeinsam eine Zugabe gesungen wurde.  „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ klang es am Ende aus voller Brust in der Lutherkirche. Dieses Mal, wie nicht so oft, mit Bach‘scher Orchesterbegleitung.

Hans Stege

Neuigkeiten

In seiner ersten Sitzung hat der Vorstand einen wichtigen Entschluss gefasst: Mit Ulrike Berta Proschmann aus Reichenberg und Michael Kahle aus Moritzburg wurden zwei „Ständige Vertreter“ der Oberlandgemeinden benannt. Seither sind sie mit beratender Stimme an der Leitung des Vereins beteiligt.

Zur Gründungsversammlung am 16. Mai 2024 sind wir gemeinsam mit 57 Gründungsmitgliedern gestartet. Inzwischen ist der Verein auf 145 Mitglieder angewachsen. Wir freuen uns über diese positive Resonanz bei unseren Musikfreunden, den Sängern und Instrumentalisten in der Region. Besonders freuen wir uns über die Mitgliedschaft von Prof. Hans-Christoph Rademann, dem Gründer des Dresdner Kammerchores und Leiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart.

Werden Sie Mitglied im Verein „Kirchenmusikfreunde in der Lößnitz e.V."

Wir freuen uns über jedes neue Mitglied.

Über die juristischen Grundlagen einer Vereinsmitgliedschaft können Sie sich in unserer Satzung sowie der Beitragsordnung informieren.

Möchten Sie Mitglied werden, dann füllen Sie bitte das hier downloadbare Lastschriftmandat mit Ihren persönlichen Daten und Ihrer Bankverbindung vervollständig aus und senden das original unterschriebene Mandat an den Verein. Möglich ist dies auch über den vereinseigenen Briefkasten am Pfarramt der Friedenskirchgemeinde, Altkötzschenbroda 40 in Radebeul.

Kontakt

Um mit uns Kontakt aufzunehmen, schreiben Sie bitte eine E-Mail an: kirchenmusikfreunde@loessnitz-kirchspiel.de

Spenden

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Bankverbindung: IBAN: DE55850550000500164169
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